Die Französische Revolution | Nationalkonvent
republique.de


[ Zur klassischen WWW-Version ]
[ NEU: Lettres de la République ]

Nationalkonvent


Das Parlament der Revolution


NationalkonventDer National­konvent war das Parlament, das aus den freien Wahlen nach dem Sturz des Königs am 10. August hervorging. Die erste Amts­handlung des National­konvents war die Erklärung der Abschaffung des Königtums und die Ausrufung der Republik. In der Folgezeit wurde die Arbeit des Nationalkonvents durch den Machtkampf zwischen den radikalen Montagnards um Robespierre und Danton und den liberal-gemäßigten Girondisten bestimmt. Eine schicksalhafte Entscheidung des Konvents war die Frage, wie mit dem abgesetzten König zu verfahren sei – eine knappe Mehrheit beschloss im Januar 1793 seine Hinrichtung. Im Juni 1793 wurden die führenden Girondisten verhaftet; die Montagnards bestimmten ein Jahr lang die Politik. Sie beschlossen die Gesetze, die zur Grundlage der Schreckens­herrschaft der Ausschüsse (Wohlfahrts­ausschuss und Sicherheits­ausschuss) wurden. Mit dem Sturz Robespierres im Juli 1794 eroberten sich die bis dahin schweigenden Abgeordneten der Mehrheit (der spöttisch so genannte Marais) die Macht. Die Thermidorianer beherrschten bis zum Herbst des Jahres 1795 den Konvent und kehrten zu einer Politik zurück, die von den Vorstellungen des Großbürgertums geprägt war. Im Herbst 1795 ging der Konvent auseinander. Die meisten seiner Abgeordneten fanden sich in den zwei Kammern des Direktorialsystems wieder.



Zitate

Das Haupt der Verschwörer ist gefallen! Lasst uns zu unseren Mitbürgern stoßen, teilen wir die allgemeine Fröhlichkeit. Der Todestag eines Tyrannen ist ein Fest für die Brüderlichkeit!
Tallien vor dem Konvent, kurz nachdem Robespierre auf dem Platz der Revolution hingerichtet wurde


Fundstellen

Die Gironde, die ehemalige Linke der Gesetzgebenden Versammlung, hat ihre Sitze auf der Rechten und ist republikanisch, demokratisch, parlamentarisch und antiklerikal gesinnt. […] Sie wünschen eine ordentliche und geachtete Regierung, die nach revolutionären Grundsätzen arbeitet, aber, einmal gewählt, vor den Aufständen und Handstreichen des Faubourg Saint-Antoine sicher sein soll. […] Achtung des Eigentums, freier Wettbewerb und freier Warenverkehr bilden die Grundlagen ihrer Wirtschaftspolitik.
Pierre Gaxotte: Die Französische Revolution, S. 240


republique.de

Impressum/Datenschutz