Sicherheitsausschuss

SicherheitsausschussDer Sicherheitsausschuss (Comité de sûreté générale) war ein mächtiges Organ der Schreckensherrschaft. Das Gremium aus zwölf Männern – darunter Amar, Vadier und Voulland – beherrschte Polizei und Justiz. Es entschied täglich über Freiheit, Haft oder Tod. Robespierres Wohlfahrtsausschuss hingegen beanspruchte die politische Führung der Republik. Zwei Ausschüsse, zwei Machtansprüche. Im April 1794 brach der Konflikt offen aus. Als der Wohlfahrtsausschuss ein eigenes Polizeibüro schuf, war dies ein direkter Angriff auf die Kompetenzen des Comité de sûreté générale. Amar und Vadier reagierten mit offener Feindschaft. Der Sicherheitsausschuss spielte schließlich eine zentrale Rolle beim Sturz Robespierres. In der Folgezeit verlor der Wohlfahrtsausschuss einen Großteil seiner Befugnisse. Der Sicherheitsausschuss dagegen bewahrte seine Macht bis zur Auflösung des Nationalkonvents.
JK

1792 - 1795

Zitate

Wir müssen viel Rot anrühren.
David, 1793.

Eine Horde von Schelmen, die von Amar und Jagot begönnert werden.
Robespierre in seiner letzten Konventsrede über die Beamten des Sicherheitsausschusses, 26. Juli 1794.

Das Revolutionstribunal wird unverzüglich das gestern erlassene Dekret gegen die Abgeordneten vollstrecken, die als Verräter am Vaterland erklärt und außerhalb des Gesetzes gestellt worden sind.
Dubarran, 28. Juli 1794, 9 Uhr morgens.

Le Moniteur

Octidi, 8 Nivôse, l'an 2 de la République Française, une et indivisible
(28. Dezember 1793)



Der Sicherheitsausschuss tagte im Hotel Brionne, in der Nähe der Tuilerien.

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