Louis Antoine Saint-Just

Louis Antoine Saint-JustSaint-Just hielt die großen Anklagereden im Konvent. Zuerst gegen den König, dann gegen Hébert, dann gegen Danton. Jedes Mal, wenn er die Bühne betrat, legte sich ein tiefes, eisiges Schweigen über die Reihen des Parlaments. Der Todesengel der Revolution sprach. Die Volksvertreter hatten Angst. Jeder fürchtete, selbst zum Ziel der Anklage zu werden. Erst Saint-Justs letzte Rede – am 9. Thermidor – war ein Versuch des Ausgleichs: Der Konvent sollte die Ausschüsse besser kontrollieren können. Aber Saint-Just wurde unterbrochen und man ließ ihn nicht mehr sprechen. Regungslos stand er an der Seite des Podests und verfolgte mit Verachtung das Geschrei der Abgeordneten, die an diesem Tag, aus Angst vor ihrem eigenen Tod, die Revolution zu Grabe trugen. Saint-Just hatte keine Angst vor dem Tod. 24 Stunden später wurde er guillotiniert. Er war erst 26 Jahre alt.

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1767 - 1794

Unterschrift von Louis Antoine Saint-Just

Zitate

Meine Entscheidung ist gefallen: Wenn Brutus nicht die anderen tötet, wird er sich selbst töten.
Saint-Just, 25. Juli 1792

Nicht die Gefängnisse, die Friedhöfe müssen überfüllt sein.
Saint-Just, 1794

Als Saint-Just an der Reihe war, hinaufzusteigen, umarmte er Couthon, und bei Robespierre vorübergehend, sagte er nur: Adieu. Seine Stimme verriet keine Aufregung.
Sanson, der Henker von Paris

Le Moniteur

Sextidi, 16 Fructidor, l'an 2 de la République Française, une et indivisible
(2. September 1794)



David malt Saint-Just

Die republikanischen Institutionen

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