Laurent Lecointre

Laurent LecointreVor der Revolution war Lecointre Tuchhändler in Versailles. Deshalb kannte er die Ausschweifungen des Hofes aus nächster Nähe. Der Luxus des Ancien Régimes machte ihn zu einem erbitterten Gegner der Aristokratie. Im Nationalkonvent verlangte er den bedingungslosen Tod des gestürzten Königs, im Prozess gegen die ehemalige Königin trat er als Zeuge gegen sie auf. Nieder mit den Tyrannen! Doch Lecointre hasste nicht nur die Tyrannei der alten Ordnung. Als er erkannte, dass die revolutionären Ausschüsse nach unumschränkter Macht griffen, stellte er sich gegen die Führung der Republik. Ganz offen zeigte er auf dem Fest des Höchsten Wesens Robespierre seine Verachtung. Nach dessen Sturz forderte er Gerechtigkeit – vergeblich. Die Thermidorianer rächten sich auch an ihm: an einem Revolutionär, dem es immer um Freiheit ging, niemals um Macht.

Sprich mit Lecointre!

Frage →

Gib oben deine Frage ein.

· Unterstützt von Künstlicher Intelligenz (OpenAI) ·

1742 - 1805

Zitate

Robespierre, dein Fest gefällt mir, aber dich verabscheue ich!
Lecointre auf dem Fest des Höchsten Wesens, 8. Juni 1794

Unseren Kollegen und Mitbürgern ist vorzuwerfen […], dass sie Frankreich mit Gefängnissen, mit tausend Bastillen überzogen haben; […]
Aus der Anklagerede Lecointres vom 29. August 1794

Ich bin Bürger, ich bin Vater, ich bin mutig.
Lecointre in einer Petition an den Rat der Fünfhundert, 15. Mai 1799

Le Moniteur

2. August 1794



Lecointre beschuldigt die Mitglieder der Ausschüsse, 29. August 1794

Externe Links