Girondisten

GirondistenDie Girondisten prägten zwischen 1791 und 1793 die Politik Frankreichs. Ihr Programm war Freiheit, Eigentum und eine republikanische Ordnung. Sie misstrauten dem wachsenden Einfluss der Pariser Volksmassen. Doch ihre Politik war widersprüchlich. Die bürgerlichen Abgeordneten trieben Frankreich leichtfertig in den Krieg, fanden keine einheitliche Linie im Königsprozess und griffen zum Schluss die mächtige Pariser Kommune an. Im Nationalkonvent standen sie den radikalen Montagnards um Robespierre und Marat gegenüber. Es war ein klassischer Konflikt: Die Girondisten wollten die Republik stabilisieren, die Montagnards wollten die Revolution weitertreiben. Nach dem Aufstand vom 31. Mai bis 2. Juni 1793 wurden ihre führenden Vertreter gestürzt, verfolgt und hingerichtet.

1791 - 1795

Zitate

Wenn mein Blut zur Festigung der Freiheit notwendig wäre, würde ich verlangen, dass es vergossen wird. Wenn das Opfer meiner Ehre derselben Sache dienen müsste, würde ich sagen: Nehmt sie mir!
Charles Jean Marie Barbaroux, 2. Juni 1793

Die Revolution ist wie Saturn, sie frisst ihre eigenen Kinder.
Die letzten Worte von Vergniaud, 31. Oktober 1793

Lieber den Tod als die Knechtschaft, das ist der Wahlspruch der Franzosen.
Gesang der Girondisten auf dem Weg zur Guillotine, 31. Oktober 1793

Le Moniteur

Mercredi 5 juin 1793. L'an deuxième de la République Française



Verkündung des Todesurteils gegen die Girondisten, 30. Oktober 1793

Externe Links