Anaxagoras Chaumette

Anaxagoras ChaumetteChaumette gehörte neben Hébert und Roux zu den bekanntesten Radikalen der Pariser Kommune. Er schlug zahlreiche soziale und moralische Maßnahmen für Arme, Witwen, Geisteskranke und Prostituierte vor und setzte sie um. In vielen Fragen war er weniger rigoros und deshalb auch ungefährlicher für die Ausschüsse des Jahres II. So hatte er auch für die Gleichberechtigung der Frauen kein Verständnis. Doch sein Lieblingsprojekt – der Kampf gegen das Christentum – wurde ihm zum Verhängnis. Am Ende wurde er verurteilt, weil er mit seinem Atheismus alle Vorstellungen von Moral und jede Vorstellung von Göttlichkeit auslöschen wollte. Die Anhänger seines naturnahen und in Teilen anarchischen Kults der Vernunft, die noch im November 1793 in der Notre-Dame-Kirche ein rauschendes Fest feiern durften, waren zum Schweigen gebracht worden. Der Weg war frei für Robespierres Höchstes Wesen.

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1763 - 1794

Anaxagoras Chaumette wurde 30 Jahre alt.
Unterschrift von Anaxagoras Chaumette

Zitate

Früher hieß ich Pierre-Gaspard Chaumette, weil mein Taufpate an die Heiligen glaubte. Seit der Revolution trage ich den Namen eines Heiligen, der wegen seiner republikanischen Grundsätze gehängt wurde.
Anaxagoras Chaumette, Dezember 1792

Sie wollen uns zermalmen; nun gut! Wir müssen ihnen zuvorkommen und sie selbst zermalmen; wir haben die Macht in der Hand.
Chaumette über die Reichen, 4. September 1793

Keine Priester mehr, keine anderen Götter als jene, die uns die Natur bietet.
Chaumette beim Fest der Vernunft, 10. November 1793

Le Moniteur

12. April 1794



Chaumette organisierte das Fest der Vernunft in der Kirche Notre-Dame am 10. November 1793.

Externe Links