Jean-Sylvain Bailly

Jean-Sylvain BaillyJean-Sylvain Bailly – der Mann des Ballhausschwurs und des Marsfeldmassakers. Am 20. Juni 1789 war er es, der die Vertreter des Dritten Stands zum Schwur auf eine neue Verfassung aufforderte. Damit war die Revolution nicht mehr aufzuhalten. Doch der immer nach Recht und Gesetz handelnde Bailly konnte sich nicht lange halten. Als am 17. Juli 1791 die Pariser Bürgerinnen und Bürger für die Republik demonstrierten, ließ er auf die Menge schießen. Streng nach den Vorschriften des Kriegsrechts. Damit war sein Schicksal besiegelt. Unter dem Jubel des Volkes trat er zwei Jahre später die Fahrt zur Guillotine an. Die Menschen spannten die Pferde aus und zogen ihn zum Richtplatz. Doch das war nicht genug: Bailly musste auf dem Marsfeld viele Minuten lang, den Beschimpfungen des Publikums und dem eisigen Regen ausgesetzt, auf den Tod warten. Ich friere waren seine letzten Worte.

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1736 - 1793

Jean-Sylvain Bailly wurde 57 Jahre alt.
Unterschrift von Jean-Sylvain Bailly

Zitate

Mir scheint, dass die versammelte Nation keine Befehle entgegennehmen kann.
Bailly am 23. Juni 1793, als der Zeremonienmeister die Abgeordneten aufforderte, dem Befehl des Königs zum Auseinandergehen zu folgen.

Heinrich IV. hatte sein Volk zurückgewonnen, Frankreich hat seinen König zurückgewonnen.
Bailly beim Empfang von Louis XVI im Rathaus von Paris.

Ja, aber nur wegen der Kälte.
Antwort Baillys auf die Frage, ob er zittere, kurz vor seiner Hinrichtung.

Le Moniteur

12. November 1793



Der Ballhausschwur, 20. Juni 1789.
Bailly in der Mitte auf dem Tisch.

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